Montag 21 Mai 2012
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Von fuchtelnden und fliegenden Kindern...

Freilaufender MenschHaben Sie schon einmal eins über die Rübe gezogen gekriegt? Oder sind Sie schon einmal quer durch den Raum gesegelt? Tätigkeiten, die im Moment unsere Mädels fleissig am Üben sind. Gegenseitig, versteht sich. Die eine schlägt, um dafür einen Gratisflug zu kassieren. Dann wird gewechselt. Der Gratisflug wird zurückgegeben, dafür kriegt man eins über die Rübe. Und dann wird gemeinsam geheult! Und die Eltern? Die würden am liebsten die Türe hinter sich schliessen und abseits von fuchtelnden und fliegenden Kindern an einem stillen Örtchen ein gemütliches Morgenessen geniessen! Aber das geht ja nicht, denn die Eltern sind dazu da, fuchtelnde und fliegende Kinder zu lieben. Sie haben die Aufgabe ihnen zu zeigen, dass sie trotz all dem ganz fest geliebt werden. Doch, haha, das ist einfacher geschrieben als getan!

Haben  Sie  schon  einmal  aufs  Heftigste  verbal  ausgeteilt?  Oder  sind  Sie schon  einmal  verletzt,  schmollend  und  Schokolade  essend  auf  dem  Sofa gesessen?  Irgendwie  sind  das  doch  die  gleichen  Gefühle  wie  damals,  als wir  uns  als  Kinder  ganz  handfest  an  den  Kragen  gingen.  Nicht  der  Schlag und  auch  nicht  die  harte  Landung  ist  es,  was  uns  verletzt,  sondern  das Gefühl vermittelt zu bekommen, du bist hier nicht erwünscht, du bist hier am  falschen  Platz.  Und  dann  schreit’s,  auch  wenn  es  nur  innerlich geschieht. Und dann muss jemand her, der einem sagt: Du bist hier genau richtig, ich freue mich, dass du da bist. Doch was ist, wenn meine Nächsten vor  mir  die  Türen  schliessen  und  an  einem  stillen  Örtchen  ihre Gemeinsamkeit feiern  ‐  ohne mich?

Und genau dafür hat Jesus die Gemeinde erfunden. Einen Ort, an dem wir üben können die Türen zu öffnen und nicht zu schliessen. Einen Ort, an dem wir dem Gegenüber sagen: Du bist hier genau richtig! Ich habe mich ja so auf dich gefreut! Und das, egal ob der andere wütend, heulend, prustend oder schniefend vor mir steht… Manchmal müssen wir wohl mit mahnenden Worten einschreiten und sagen, dass Schlagen und Schubsen nicht drin liegen. Doch dann werden wir auch zeigen, dass wir das Gegenüber trotz alldem einfach sehr fest lieben! Doch, haha, das ist einfacher geschrieben als getan!

Und genau darum hat Gott gedacht, es sei gut, wenn wir eine Hilfe bekämen. Auch darum hat er seinen Sohn Jesus auf die Welt zu uns gesandt. Jesus hat uns seine Liebe gezeigt, und wir haben ihn geschlagen, geschubst und getötet. Und dann kam Jesus von den Toten zurück und sagte zu uns, schau mal, ich habe dich so lieb, dass mich selbst der Tod nicht aufhalten konnte. Und nun möchte ich dir ewiges Leben schenken! Jeder, der sein Leben unter die Führung Jesu stellt, kriegt die Kraft, die er im Alltag braucht, um eben diese Liebe weiterzugeben. Es ist nicht immer ganz einfach, doch irgendwie funktioniert es doch. Und wenn das „Liebe weitergeben“ mal so zäh wie nichts anderes zu sein scheint, wenn wir meinen keine Kraft zu haben, irgendjemandem noch irgendeine Bestätigung zu geben, wenn wir dann zu Jesus flehen und er uns genau bei dieser Sache hilft, dann lernen wir, was die Zeilen aus Jesaja 40,30-31 bedeuten. Denn da steht:

«Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.»

So lasst uns wandeln und auf unserem Weg die Liebe Jesu weitergeben. Denn es funktioniert!

Foto: © geralt / PIXELIO

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